Neuenrade. Die „Abfallentsorgung“ in der Hönnestadt stand im Mittelpunk der jüngsten SPD-Fraktionssitzung. Von den Stadtwerken Neuenrade hatte man sich dazu als Experten Marcus Henninger (Technischer Vorstand) und Horst Hein (Sachbearbeiter Entsorgung) eingeladen, die die SPD-Politiker umfangreich informieren konnten.

Seit 1997 wird der Abfall in Neuenrade gewogen. Mit der Umstellung auf das Wiegesystem sollten ein Anreiz zur Abfallverringerung und eine gerechtere Gebühr nach dem Verursacherprinzip erfolgen. Beim Vergleich vorliegender Zahlen aus Neuenrade und anderen Städten im Märkischen Kreis konnte man feststellen, dass in der Hönnestadt die geringsten Mengen an Restabfall anfallen.

Dies habe zweifellos mit der guten Sortierung der Abfallmengen zu tun, die bei allen Neuenrader Bürgern seit der Umstellung üblich sei. Hier wandere kein Sperrmüll, kein Bauschutt und auch kein Papier oder Glas in die schwarze Tonne, dafür stehe der Bringhof zur Verfügung, der auch gut genutzt werde.

Die Stadtwerke-Experten wiesen dabei auch darauf hin, dass es sinnvoll sei, den gesamte anfallenden Schrott dort kostenlos zu entsorgen und nicht den vorbeifahrenden Sammlern zu übergeben, weil der Schrottverkauf durch die Stadtwerke die Kosten senke, was wiederum Einfluss auf die Grundgebühr habe.

Insgesamt fallen in Neuenrade ca. 1450 Tonnen Restmüll pro Jahr an, pro Einwohner zirka 115 Kilo. Alle anderen Städte des Kreises haben mehr 200 Kilo pro Einwohner. Einige Städte, die sich im Zweckverband für Abfallbeseitigung zusammengeschossen haben, haben ähnliche Gebühren wie in Neuenrade.

Die SPD will nach der Sommerpause mit Vertretern des Zweckverbandes erörtern, wodurch dort bei doppelter Restabfallmenge ähnlich geringe Gebühren erhoben werden können. „Vielleicht ergibt sich daraus auch die Möglichkeit, sinnvolle Abläufe auf Neuenrade zu übertragen und somit positiv auf die Gebühren einzuwirken“, so Fraktionssprecher Peter Müller